Seit mein Bruder geboren ist, waren wir jedes Jahr nun auf Teneriffa um meine Oma und meinen Opa zu besuchen, die dort das halbe Jahr quasi "überwintern". Meistens an Weihnachten aber wie dieses Jahr, auch mal an Fasching.
Teneriffa ist quasi mein 2. zu Hause. Früher hatten wir dort einen Wohnwagen.
Mittlerweile sind wir jedes Mal nurnoch in irgendwelchen Hotels.
Ich vermisse die Zeit im Wohnwagen. Ich vermisse sie sehr.
Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit dort erinnern. Morgens sind wir aufgestanden und ganz leise, noch im Schlafanzug über den Campingplatz, zu meiner Oma und meinem Opa in den Wohnwagen geschlichen. Opa war jedes Mal schon wach und hatte Brötchen geholt, und einen Kaba gemacht.
Wir haben dann schoneinmal gefrühstückt, meine Eltern erst später, wenn sie wach waren.
Mittags haben wir uns dann ins Auto gesetzt und sind dort hin gefahren, wo gerade die Sonne schien. Fast so als wären wir Sunhunter, wenn es denn sowas gäbe. Danach wenn wir wieder zu Hause waren, also auf dem Campingplatz, ging mein Opa mit uns nach Patronenhülsen im Busch suchen. Wir hatten schon eine ganze Sammlung.
Früher kam er mir vor als wäre dort das Paradies. Doch mittlerweile merke ich, wie dort alles immer mehr verwittert und zerstört wird. Von meinem Paradies ist nurnoch ein Scherbenhaufen übrig.
Teneriffa ist einfach nicht mehr dass, was es einmal war.
Ich versuche natürlich, die schönen Dinge, die ich dort erlebt habe in meinen Erinnerungen zu behalten, doch es ist schwer. Die Veränderungen haben mich einfach zu sehr geschockt.
Das ganze macht mich sehr traurig. Immerhin ist es so quasi ein Teil meines Lebens den ich aufgeben soll, aber nicht will. Es ist als hätte jemand die bunten Farben ausgelöscht und alles wäre nur noch grau.
Hier noch ein paar der bunten Seiten, meines Lebensteils.
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